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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Steinzeiternährung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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Steinzeiternährung Die Steinzeiternährung, besser bekannt als Steinzeitdiät, ist eine Ernährungsform, die sich an der angenommenen Ernährung der Menschen in der Altsteinzeit orientiert, das heißt vor der Neolithischen Revolution, in der sich Ackerbau und Viehzucht ausbreiteten. Vom Prinzip her entspricht sie einer Diät nach dem Prinzip von Low Carb, verbunden mit der Glyx-Diät, wird allerdings ebenso wie die Atkins-Diät als Dauerernährung propagiert. Inhaltsverzeichnis
Das Prinzip [Bearbeiten] Im deutschsprachigen Raum ist der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm (siehe auch LOGI-Methode) der Hauptvertreter der Steinzeiternährung. Das Prinzip besteht darin, ausschließlich Nahrungsmittel zu konsumieren, die bereits in der Altsteinzeit verfügbar waren, vor allem Fleisch (Wild), Fisch, Eier, Obst und Gemüse, ergänzend Kräuter, Pilze, Nüsse, Esskastanien und – in geringen Mengen – kalt geschleuderter Honig. Auf diese Weise soll der Körper seine Energie überwiegend aus Proteinen und Fett gewinnen, und weniger aus Kohlenhydraten. Zu vermeiden sind bei dieser Diätform Milch und Milchprodukte, da in der Altsteinzeit keine Viehzucht betrieben wurde, außerdem Getreide und Getreideprodukte wie Brot, da der Getreideanbau erst später begann, sowie industriell verarbeitete Nahrungsmittel wie Zucker, alkoholische Getränke oder Fertiggerichte. Lebensmittel wie Oliven, die ohne Verarbeitung ungenießbar wären, sind auch zu meiden. Der Gebrauch von Pflanzenölen ist etwas umstritten. Manche Anhänger der Diät vermeiden nur die, die aus nicht-steinzeitlichen Pflanzen wie z. B. Oliven, Erdnüssen oder Mais hergestellt sind. Andere vermeiden alle Öle, da diese industriell verarbeitet sind. Als Getränke werden nur Wasser und Tee aus Kräuteraufgüssen akzeptiert. Ungewohnt, aber angeblich sehr gesund und nahrhaft sind Insekten, Larven, Würmer. Zwei Drittel der Weltbevölkerung und ausnahmslos alle steinzeitlich lebenden Stämme in warmen Gegenden praktizieren bzw. praktizierten Entomophagie. Insekten sind aber kein obligatorischer Bestandteil der Steinzeiternährung.
Philosophie der Steinzeiternährung [Bearbeiten] Der Steinzeiternährung liegt die Annahme zugrunde, dass Naturvölker, die heute noch Jäger und Sammler sind, nicht unter Zivilisationskrankheiten leiden und dass die Menschen in der Steinzeit gesünder und leistungsfähiger waren. Die Ausbreitung der Landwirtschaft habe durch die Festlegung auf wenige Kulturarten zudem zu einer drastischen Reduktion der Nahrungsvielfalt geführt. Erkenntnisse aus der Paläopathologie sollen belegen, dass die altsteinzeitlichen Vorfahren größer und gesünder waren als die Menschen der folgenden Epochen. Die Befürworter quasi-paläolithischer Ernährung wie etwa Loren Cordain und Worm sehen in der steinzeitlichen Ernährung daher die einzig "artgerechte" Ernährung des Menschen, an die sich der menschliche Organismus im Laufe der Millionen Jahre seiner Entwicklung perfekt angepasst habe. Die Altsteinzeit umfasste einen Zeitraum von fast 2,4 Mio. Jahren, alle weiteren Zeitalter bis heute insgesamt nur 8000 Jahre, angeblich zu kurz, um eine Anpassung des Körpers an neue Nahrungsmittel zu bewirken. Als Folge der Steinzeiternährung sollen Krankheiten und Allergien verschwinden oder sich erheblich bessern, die Leistungsfähigkeit soll steigen und der Blutzuckerspiegel stabil bleiben. Bisher gibt es für diese Behauptungen keine Beweise.
Kritik [Bearbeiten] Literatur [Bearbeiten] Weblinks [Bearbeiten] Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen! |
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